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´Medicus curat, natura sanat´
(Hippocrates von Kos)
… „Der Arzt behandelt, die Natur heilt.“ Dieser alte Aphorismus, der Hippokrates von Kos zugeordnet ist, beinhaltet ein wesentliches Prinzip der Naturheilkunde, nämlich die Unterstützung des Organismus durch den behandelnden Arzt darin, die körpereigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und ihnen die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen. Die Abwesenheit der vis medicatrix naturae, der heilenden Kraft der Natur, würde die Machtlosigkeit der menschlichen Medizin alleingestellt offenbaren und jede noch so kleine Erkrankung oder Verletzung lebenslimitierend werden lassen.

Was hier so übermächtig klingt, birgt großes Potential für jeden von uns, dass es zu entdecken und nutzen gilt. Darüber hinaus hält die Natur zusätzlich noch eine schier unerschöpfliche Bandbreite an ´Mittelchen´ für uns bereit, unmittelbar vor unserer Haustüre.
Für unsere Vorfahren war es überlebensnotwendig, das Wissen über diese Kräfte und die gegebenen Möglichkeiten im Alltag mit sich zu tragen. Denn lediglich in außergewöhnlichen Situationen konnten oder mussten Weise und Wissende an entfernten Orten um Rat aufgesucht werden. Man vergesse nicht, schnell mal zum Arzt oder ins Spital fahren zu können und auch sich die Behandlung leisten zu können ist eine Errungenschaft der letzten Jahrzehnte! Und selbst das gilt auch heute bei weitem nicht weltweit.
Dass unsere Vorfahren dennoch leben konnten, davon zeugt unsere Existenz. Und sie bewahrten ihr Wissen; mancherorts zum Glück schriftlich, vieles jedoch wurde lediglich von Mund zu Mund weitergegeben.

Auf meiner Suche nach diesem Wissen, das von purem Interesse getragen wurde ebenso wie von persönlichen Notwendigkeiten und tiefverwurzelter Begeisterung, traf ich auf einen pinzgauerischen Verein, der sich zur Aufgabe gemacht hat, dieses Wissen zu erheben, zu erhalten und weiterzugeben. Es ist dies der TEH®-Verein. Dessen Einzigartigkeit, die mich auf ihn aufmerksam werden ließ, bestand für mich darin, dass er tradiertes, überliefertes Wissen der Volksheilkunde mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammenführte. Es wird hier also das Wissen um volksheilkundliche Anwendungen gehütet, deren Wirkungsweise wissenschaftlich bestätigt ist.

Eine Wohltat für meine überdehnten Sehnen im sprichwörtlichen Spagat zwischen Natur und Moderne!

Und das wunderbare daran: Alle diese Pflanzen, diese Naturheilmittel finden sich in unserem natürlichen Umfeld; am Wegesrand, im Wald, an unserem Gartenhag – der unsere Gärten umschließende, schützende Randsaum – und selbst innen, mittendrin in unseren wohlgehüteten Gärten wachsen und gedeihen sie, scheinbar darauf wartend, das wir sie entdecken und ihnen unsere Aufmerksamkeit widmen.

Es handelt sich grundsätzlich immer um ´heimische´ Pflanzen, die Thema der mitteleuropäischen Volksheilkunde sind. Das hat vor allem zwei Gründe: Erstens, sie waren schnell, einfach und kostengünstig verfügbar. Was man brauchte, musste hier sein. Anderes gab es nicht.

Der zweite Grund ist ein ebenso logischer wie gerne vergessener: Die Entwicklung der Spezies Mensch ging immer gemeinsam mit seiner natürlichen Umwelt vonstatten, also vor allem auch mit den ihn umgebenden Pflanzen, die als ´niedere´ Daseinsform wesentliche Grundlage des Lebens sind, ist doch jegliche Existenz ohne Pflanzen schlichthin unmöglich. Die Anpassung erfolgte also an die Pflanzen unseres Lebensraumes, freilich kamen mit der Zeit stetig neue Arten hinzu, hier seien Völkerwanderungen, Reise- und Entdeckerlust sowie Globalisierung angemerkt.

Für den modernen, umweltbewussten Menschen möge ein weiterer Grund hinzukommen: Was in unserer Nähe wächst, bedarf keines Transportes, keiner speziellen ´Kulturpflege´, sprich Dünger, Pestizide etc. und wenn wir selbst kultivieren, wissen wir auch, ´was drin steckt und wo es her kommt´. Stichwort: ´Ökologischer Fußabdruck´. Natürlich möge jeder hier seine Gründe beliebig selbst finden und ergänzen.
Für mich war nicht zuletzt auch das kleine bißchen Selbständigkeit, das ich durch das ´selber herstellen können´ erringen konnte ein wesentliches Argument für den Einstieg in die Volksheilkunde.

In einer scheinbar immer kleiner werdenden Welt – was wissen wir schon über ihre wahre Größe –, die täglich mehr genormt und geregelt wird, in der scheinbar angestrebt wird, alles vorzugeben und Verantwortung allzugerne immer ´den Anderen´ (wer auch immer das sein mag) zugeschoben wird, erscheint es mir als dieses kleine Quäntchen Luxus, selbst entscheiden zu können. Dies setzt die Fähigkeit zum Handeln voraus, und den Mut und die Größe, die Konsequenzen selbst zu tragen. Eine interessante Definition von Freiheit, nicht wahr?

Langer Rede, kurzer Sinn: Kommt mit hinaus, begleitet mich auf der Entdeckungsreise in eine neue alte Welt und lasst euch anleiten, euer G´spür für sie, dass ihr in euch tragt, ein kleines Stückchen weiter zu entfalten.

Hier erfahrt ihr weder medizinische, apothekarische noch botanische Ausbildung oder Hilfestellung, wenn ihr ernstlich krank seid, gibt es Spezialisten, Ärzte und Apotheker, die euch vielleicht mit fundierter Ausbildung helfen können.

In dem volksheilkundlichen Wissen, das ich vermitteln möchte, geht es darum, sich im Alltag für den Alltag rüsten zu können. Darum, den Alltag ein klein bißchen gesünder zu bestehen, kraftvoller, entspannter, fröhlicher und so weiter. Die kleinen Zwickerchen auszubremsen und das eine oder andere Wehwehchen abzumildern. Und dazu ist eines wesentlich: dieses Wissen zum Tun werden zu lassen und ohne viel Aufwand in den Alltag zu integrieren. Hier schließe ich mit einem weiteren Zitat frei nach Hippokrates von Kos:

“Eure Nahrung soll euer Heilmittel sein und euer Heilmittel soll eure Nahrung sein.“

Tretet ein und seht nach, wohin die Reise nun geht:
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